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EX-INs verändern das Gesundheitssystem!

Die Aussage "Arzt, hilf Dir selbst!" erfährt in Deutschland die Steigerung zu "Patient, hilf Dir selbst!". Wo die erste Forderung schon eine Gemeinheit ist - versuchen Sie sich einmal einen Blinddarm selbst zu entfernen -, selbst als Arzt dürfte Ihnen das schwerfallen...
In der Psychiatrie wird mit den Menschen aber so umgegangen. Patienten bekommen nach einer Diagnose Psychopharmaka und werden anschließend im Wesentlichen verwaltet. Lange vorbei ist der Aufbruch der Psychiatriereform der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Gehen Patienten nach ihrer stationären Therapie in eine regelmäßige ambulante Therapieform, führen die weiter anstehenden Probleme der Betroffenen am ehesten dazu, daß weitere, zusätzliche Medikamente verordnet werden. Ein weit verbreitetes Problem ist so auch die im Allgemeinen viel zu hohe Dosierung der notwendigen Medikamente mit allen nachteiligen Folgen, und die Gabe vieler, letztlich unnötiger und daher ausschließlich schädigender Feigenblatt-Medikamente.

Es ist längst bekannt, daß Patienten mit z.B. Psychosen neben ihren notwendigen Medikamenten zu einer erfolgreichen Rehabilitation auch intensive psychoedukative Maßnahmen benötigen. Psychoedukation erfordert natürlich einen hohen, individuellen Einsatz des Patienten. Aber zweifelsfrei ist es nicht so, daß entsprechende Fachkräfte hier nicht trotzdem wichtige Unterstützung leisten könnten. Dies findet in Deutschland aber meistens nicht statt. Und so verwahrlosen viele Patienten und werden von den Zynikern in unserer Gesellschaft nur noch als "Kostenfaktor" betrachtet.
Das Martyrium der Kranken hört hier aber nicht auf: Nicht nur, daß ihnen persönliche Schuld zugerechnet würde, nein, ihre Diagnose ist sogar für viele Ärzte ein Freibrief dafür, einfach nichts mehr für ihre Patienten zu tun, ausser eventuell weitere Medikamente zu verschreiben. Und so kommt es immer häufiger vor, daß Symptome nicht mehr ernst genommen werden, oberflächlich als ausschließlich der Psychose geschuldet oder als nicht weiter wichtig betrachtet werden, und dann sterben diese Patienten u.U. verfrüht an ganz anderen Krankheiten, als ihrer psychischen Erkrankung, die in diesem Umfeld eben einfach nicht mehr aufgedeckt worden sind.

Es gibt allerdings Patienten, die sind tatsächlich in der Lage mit minimalster Unterstützung die psychoedukativen, therapeutisch notwendigen Maßnahmen zur persönlichen Rehabilitation selbst zu erbringen, sie werden sogar wieder voll arbeitsfähig, schaffen gar einen beruflichen Aufstieg, - sie sind zum Schluß einfach gesund mit Tabletten und einer selbst entwickelten Psychotherapie, die bei dem einen oder anderen dann auch von Experten weiter empfohlen wird. Sogar in der Medizin kommt also die Amateurforschung an!

Aber der Normalfall ist das bei einer solchen Diagnose natürlich nicht. Und dabei bleibt natürlich auch noch das große Problem jener anderen Krankheiten bestehen, die sich ereignen können und unter dem Deckmantel der nicht nur in medizinischer Hinsicht gesellschaftlich bequemen Diagnose "Psychotiker" verborgen bleiben, nicht selten mit lebensbedrohlichen Folgen.

Eine daraus resultierende und auf jeden Fall immer länger werdende Liste an Folgeerkrankungen belasten Patient und Gesellschaft. Und so fallen diese Menschen u.U. trotz ihrer beachtlichen Leistungen wieder aus dem Arbeitsprozess heraus, - völlig unnötigerweise -, oder sterben sogar verfrüht. Psychotiker z.B. haben letztlich ohnehin eine statistisch verringerte Lebenserwartung.

Die Erfahrungen solcher Patienten wiederum, die nachweislich überdurchschnittlich gut mit ihrer Erkrankung zurecht gekommen sind, wurden in Deutschland aber ebenso lange nicht genutzt. Nicht zuletzt berufsständische Arroganz verhinderte die Einbeziehung solcher Patienten, und heute auch von sogenannten EX-INs, etwas, daß es so z.B. in angelsächsischen Ländern nicht gab.

EX-IN verfügt heute in seinem Hintergrund über eine europäische, wissenschaftliche Initiative mit weltweiten Bezügen, die nun endlich auch in Deutschland langsam Fuß fasst. EX-IN-Deutschland hat seinen Sitz im norddeutschen Bremen.
Langsam zieht auch das Rhein-Main-Neckar-Gebiet nach.
EX-INs bringen heute zunehmend ihre Erfahrungen in den Genesungsprozess vieler ein und werden mehr und mehr anerkannt. Ihr Engagement nimmt immer mehr Einfluß auf die wissenschaftliche Beurteilung und Behandlung dieser Krankheiten.
Es hat lange gedauert, aber nun hat auch das deutsche Gesundheitssystem begonnen seine Chancen durch die qualifizierte Mitarbeit von EX-INs wahrzunehmen.

Auch wenn Profis sich heute oft noch lange nicht auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft befinden, den EX-INs heute darstellen können.
(AWndl)
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